Am 07.02.2018 ging eine Ära zu Ende.

Nach 18 Jaren war Schluß für die "die 3. Generation Wönk".

Sie machen Platz für die "4." und werden sich künftig die Bühne von vorn betrachten...

 

Entstehungsgeschichte des Birker Wönks  

 

In den Nachkriegsjahren sah es zunächst schlecht aus mit einem örtlichen Karnevalstreiben.

Dies sollte sich jedoch ändern, als im Jahre 1954 die Eheleute Christine, genannt Tinni, und Hermann Fielenbach die damalige Gaststätte Krengel übernahmen.

Im gleichen Jahr unterm Weihnachtsbaum sitzend kam beiden die glorreiche Idee, der Trübsal ein Ende zu machen, in dem sie einen Karnevalsverein gründen wollten. Dies sah später so aus, dass aus dem Karnevalsverein ein Damenelferrat und damit eine „Weibersitzung“ entstehen sollte.

Schnell wurden Freundinnen hierüber informiert, welche sich mit Begeisterung hierfür auch engagierten. Somit setzte sich bereits für die erste Sitzung im damals neuen Saal Fielenbach folgender Elferrat zusammen:

Gerta Schenkel als Sitzungspräsidentin

Christine Fielenbach  

Else Orth

Trude Harnisch 

Elisabeth Schmitz 

Emma Stommel 

Irene Stommel

Maria Merten

Käthe Krumm 

Leni Nies 

Käthe Osterhage

Marga Rottländer

Maria Lohmar 

Durch den ein oder anderen Abgang kamen im Laufe der Jahre unter anderem Maria Hennekeuser, Käthe Höck, Gerda Früfauf, Marie-Luise Krumbe, Christel Nöbel, Liesel Dumm, Marlies Swetik und Edith Schneider hinzu, um nur einige zu nennen.

Bereits 1955, also wenige Wochen nach der Grundidee, wurde bereits die erste Sitzung abgehalten; damals jedoch noch auf dem Weiberfastnachts - Donnerstag.

Um die Sitzung auch zum Erfolg zu bringen, zogen die oben genannten Gründungsmitglieder von Haus zu Haus. Durch gelungene Überredungskünste, welche oftmals mit einem Schnaps und stundenlangem Verharren bei den Damen des jeweiligen Hauses endeten, gelang es ihnen, sage und schreibe ca. 120 Frauen von der Idee zu überzeugen, an dieser Sitzung als Gäste teilzunehmen.

 

 

In dem damaligen Eintrittspreis von DM 2,50 waren neben einem Begrüßungsschnaps, ein Würstchen und eine reichliche Portion selbst gemachter Kartoffelsalat enthalten.

Nicht nur deswegen, sondern hauptsächlich wegen des hervorragenden dargebotenem Programms wurde diese Gründungssitzung zu einem vollen Erfolg, von dem die Gäste über die Grenzen von Birk hinweg schwärmten.

So kam es, dass in den folgenden Jahren nicht nur „Hiesige“, sondern auch „Dasige“ –sprich Damen aus den Nachbarorten- sich die Damensitzung des Elferates „Birker Wönk“ nicht entgehen lassen wollten.

In den folgenden Jahren wurde die Nachfrage nach Eintrittskarten so groß, dass der Saal bis auf den letzen Quadratzentimeter besetzt war und für die auftretenden „Künstler“ durch die dichten Stuhlreihen fast kein Durchkommen zur Bühne war.

Apropos „Künstler“! Die damalige Zeit ließ es aus Geldknappheit nicht zu, echte Künstler zu engagieren. Somit wurde einmal mehr das Improvisationstalent der Frauen gefordert. Ihre komplette Sitzung wurde durch heimische Kräfte, insbesondere aus eigenen Reihen des Elferrats gestaltet.

Aus dieser Not heraus mussten auch die Ehemänner des Elferrates ran (dies wurde zur Tradition und findet auch noch Heute statt). Erwähnenswert war aber auch der Soloauftritt von Richard Hauptmann, welcher als Imitator von Peter Frankenfeld als „Hauptprogrammpunkt“ seinen Niederschlag fand.

Nicht zu vergessen sei an dieser Stelle, dass eben aus dieser Knappheit heraus auch das Tanzcorps Rot Weiß Birk entstanden ist. Gestellt wurde es damals von den Mädchen des hiesigen Turnvereins und deren Trainer Rolf Becker und Maria Lohmar. 1959 traten erstmals als Kindertanzpaar Brunhilde Orth (jetzt Höck) und Walter Osterhage auf. Angemerkt sei, dass dies nur mit Zustimmung der hiesigen katholischen Kirche unter dem damalige Pastor Otto Biesing möglich war. Mit den selbst geschneiderten „Funkemariechen-Kostümen“ übernahmen später Herrmann Schmitz und dessen Freundin „Püppchen“ die weitere Leitung. Sie waren es unter anderem, die dieses Tanzcorps zur Perfektion reifen ließen. Hierauf aufmerksam geworden, meldete sich Mitte der 60Jahre der Präsident der Königswinterer Karnevalsgesellschaft Manfred Emmerich. Er war es, der mit seiner Truppe nach Birk kam und das daraus später erfolgreichen Tanzcorps „Rheintöchter Rot Weiß Birk“ bildete.

 

 

 

Als Gage für die „Künstler“ einer jeden Sitzung des Wönks gab es einen Schluck Wein aus einem großen metallenen Weinpokal (dieser Pokal ging jedoch im Laufe der Jahrzehnte verloren), einen Orden und den obligatorischen Hausorden (Bützje der Sitzungspräsidentin).

Als Kostüm des Elferrates wurde damals ein „Serviermädchen“ ausgesucht. Einige Jahre wurde so, mit schwarzem Kleid, Servierschürzchen und Häubchen das närrische Weibervolk empfangen.

Auch dichteten und trugen die Damen des Damenelferrats ihr eigenes „Birker Wönk Lied“ vor (siehe Anhang).

Nun fragt man sich zwei Sachen:

1. wieso der Name „Birker Wönk“ und

2. wieso sind die Frauen in Birk bereits einen Tag vor dem eigentlichen Weiberfastnacht aus dem Häuschen?

Der Name ergab sich aus der Natur. Viele von Ihnen werden bemerkt haben, dass hier oben auf den Birker Höhen oftmals ein scharfer Wind (Anm. d. Red.:  mundartlich Wind = Wönk) weht. Kurzerhand wurde aus der Idee, einen neuen anderen Wind für Karneval wehen zu lassen, der „Birker Wönk“.

Zum Anderen  ergab es sich, dass im Laufe der Jahre der Karneval wieder stark auflebte und auch andere Orte, wie zum Beispiel Lohmar-Heide (Heideröschen), Siegburg-Schreck (Vergissmeinnicht) oder Lohmar Breidt (Breeder Bretzele) usw. eine Weibersitzung durchführten. Da nun zu dieser Zeit, genauso wie Heute, gute Kapellen bereits ausgebucht waren, musste wieder einmal improvisiert werden. „Einen Tag früher ist kein Problem“, so lauteten damals die Antworten der Kapellen. Gesagt, getan. So wurde aus der Not eine Tugend und man feiert in Birk schon seit fast 5 Jahrzehnten Mittwochs  Weiberfastnacht.

So wurde durch diesen Elferrat 20Jahre erfolgreich Weiberfastnacht gestaltet, bis diese ihr Wirken an (zumeist) ihre Töchter übergaben.

Diesen kurzen Abriss der Entstehungsgeschichte des „Birker Wönks“ wurde durch Tinni Fielenbach geschildert. Alles aufzuzählen würde hier den Rahmen sprengen, obwohl es mit Sicherheit amüsant und lesenswert wäre. Um dies nur zu verdeutlichen sei hier der prägnante und alles erklärende Abschlusssatz von Mutter Fielenbach genannt:

                               „De Proben waren immer et Schönste“

Heute nennt man diese Zeit fast ehrfürchtig: „Die Zieck vum ahle Wönk"

 

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Fortsetzungsgeschichte des Birker Wönks

 

Die Ablösung des „Alten Wönks“ erfolgte 1975 durch

    - Candida Eich als Sitzungspräsidentin (für zwei Jahre)

    - Irene Gabriel (als Nachfolgerin von C.Eich bis 1994)

    - Brunhilde Höck

    - Gisela Lieske

    - Illa Müller

    - Eva Maria Plath

    - Hildegard Rosenberg

    - Annemie Steimel (Sitzungspräsidentin ab 1995)

    - Anita Steimel

    - Gisela Steimel

    - Maria Stommel

Im Laufe der Jahre wechselte die Zusammensetzung des Elferrates. Im Austausch mit einigen oben genannten traten Ellen Schmitz, Annemarie Palmer, Christel Klein, Gaby Zuber, Doris Fielenbach und Brigitte Klein-Heßling dem Elferrat bei.

Die Kostüme blieben zunächst ähnlich; züchtig in schwarzen Hosen und weißen Spitzenblusen. Danach lockerte das Outfit auf, indem man „Farbe“ ins Kostüm brachte (schwarze Röcke mit weißen Punkten!). Erst 1987 wagte man den Schritt zur Farbe im Kostüm – roter Schlips auf weißer Rüschenbluse. Der Durchbruch zum bunten Kostüm vollzog sich „schon“ 1988, indem man sich als Clochard verkleidete. In den Folgejahren investierten die Damen jedes Jahr Zeit und Geld in neue abwechslungsreiche Sitzungskostüme. 

Aus Kartoffelsalat und Schnaps wurde Kaffee, Kuchen und belegte Brötchen.

Die erste Sitzung des „Mittelalterlichen Wönks“ ging in die Geschichte als stumme Sitzung ein. Grund hierfür, so sagt man, sei gewesen, dass die jungen Nachfolger noch Sprechangst vor dem mittlerweile großen Publikum hatten. Daher soll diese Sitzung aus hauptsächlich pantomimischen Darstellungen bestanden haben, welche dem Erfolg jedoch keinen Abbruch getan hatten.

Schnell wuchs der „Neue Wönk“ in seine Rolle hinein und dachte sich immer neue und witzige Sketche aus, die sie zum Besten gaben. Aus der Tradition heraus sangen sie wie ihre Vorgängerinnen zu Beginn einer jeden Sitzung ein Lied. Zur 40.Jubiläumssitzung (1995) wurde ein Jubiläumslied auf die Melodie von den Bläck Fööss umgedichtet und mit großer Resonanz vorgetragen (siehe Anhang).

 

 

 

Es sei nicht zu vergessen, dass ohne die „Guten Geister“ einer jeden Gruppe das Gelingen erschwert ist. Hier besonders  hervorzuheben sind die Herren der Einlasskontrolle Josef Höck sen. † und Willi Orth †, und deren nahtlosen Ablösung Ende der 80.Jahre durch Willy Klein und Werner Zuber. Sie regelten Vieles im Hintergrund, sodass die Auftritte problemlos über die Bühne gehen konnten.

Der unverzichtbarste Helfer seinerzeit war jedoch Werner Friedemann. Er war einfach „Mädchen für Alles“. Er war Tonmeister (es war oftmals so, dass wenige Stunden vor der Sitzung noch eben mal die Musik neu, gekürzt oder anders geschnitten auf Kassette aufgenommen werden musste), Kameramann (alle Sitzungen im Saale Fielenbach sind auf diese Weise archiviert) und Garderobiere (Reißverschlussschließer, Schuhesucher usw.). An dieser Stelle sei ihm nochmals herzlichst gedankt. Aufgrund der wachsenden Aufgaben stand ihm später Norbert Müller in technischen Fragen und Belangen zur Seite, der auch noch mit Karl Heinz Lohmann die Hallentechnik bediente.  

Der Elferrat selbst führte und führt aus Tradition heraus einen eigenen Tanz auf. So wurde dem „Mittelalterliche Wönk“ zunächst aus eigenen Reihen durch Brunhilde Höck und Annemie Steimel (ehemalige Rheintöchter) „auf die Sprünge“ geholfen. Sie studierten in den ersten Jahren die Tänze ein, womit sie auch in Großstädten (Siegburg Deichhaus) verpflichtet wurden. Die hier überreichte Flasche JaBiKo (=Janz Billiger Korn) als Gage nebst erforderlichen Requisit (ein Seemannstau) wurden zu allem Überfluss im selbst bezahltem Taxi vergessen.  Aber Spaß gemacht hatte es trotzdem.

Aus Zeitmangel heraus (eigene Auftritte während der Sitzung etc.) wurde die Einstudierung der Tänze danach von Gaby Müller übernommen und später bis zum heutigen Tag in die Hände und in das Können von Norma Kreuzberger (mehrfache Tanzsportmeisterin im Formationstanz) gelegt.

Auch war es Norma Kreuzberger, die den festen Bestandteil „Männerballett“ einstudierte. Mitglieder dieses ästhetisch, immer als Augenweide für die Damen geltenden Balletts waren zumeist die Ehemänner des „Wönks“. Namentlich zu benennen sind hier Norbert Fielenbach, Erwin Gabriel, Josef Höck, Willy Klein, Helmut Liebold, Werner Orth, Bernhard Rosenberg, Charly Schlimper, Jürgen Schmitz, Peter Schwamborn, Siggi Steimel, Werner Steimel, Helmut Steinrötter, Robert Stommel und Werner Zuber (einige tanzen immer noch für die Damen). 

Durch den gestiegenen Anspruch ergab es sich im Laufe der Jahre, dass hochkarätige Kräfte des Kölner Karnevals verpflichtet wurden; ein Mann für alle Fälle, der Werbefachmann, Süper Duett, Bruce Kapusta, Hillije Knächte und Mägde, Müllemer Junge um nur einige zu nennen.

 

 

Jedoch die Resonanz beim Publikum zeigte, dass eigene und einheimische Kräfte und deren Darbietungen genauso gut ankamen. Hieraus  resultierten viele Sketche des Elferrates. Hervorzuheben ist hier vielleicht der Sketch „Dinner for one“, die kölsche Version. Dieser Sketch, vorgeführt von Ellen Schmitz -James- und Gaby Zuber -Miss Sofie- wurde zu Silvester 1990/91 im WDR-Fernsehen gesendet (siehe Zeitungsartikel).

Weitere, mittlerweile auch feste Programmpunkte einer jeden Sitzung, sind die ideenreichen, aktuellen und immer witzigen Auftritte der ehemaligen Messdiener, späterer Birker Jugend bis zu ihrem heutigen Namen Karibikclub Birk. Ohne sie würde ein wichtiger, vom Publikum erwarteter und mit viel Applaus bedachter Auftritt fehlen.

Ebenso hat Christoph Müller als „Birker Jung“ mit seinem Dörp`s Verzell als einheimisches Gewächs viel Beifall erhalten und so seine Feuertaufe auf der Bühne für sein Prinzenamt im darauf folgenden Jahr bestanden.

Die Musikgruppe „Die Birker Jonge“, unter  ständiger Mitwirkung von Hubert Müller, Christoph Müller, Peter Schwamborn und Werner Zuber, sowie den Verstärkungskräften Johannes Müller, Heinz Urbach und Johannes Profenius traten jahrelang mit viel Erfolg bis zu ihrer Auflösung bei den Sitzungen auf.

Ebenso zu jeder Sitzung gehören die Auftritte der Tollitäten aus Birk und Pohlhausen.

Bis zu ihrer Auflösung, Mitte der 90.Jahre, ließen es sich die „Rheintöchter Rot Weiß Birk“ nicht nehmen, die Schlussnummer und damit den Höhepunkt einer jeden Sitzung ihrem Ursprung als Geschenk zu machen.

Kurz erwähnt sei an dieser Stelle noch, dass das mittlerweile große Publikum nicht mehr in den neu umgebauten Saal Fielenbach passte. Wie groß der Andrang war, lässt sich daran erkennen, dass die Gaststätte Fielenbach, der Ort des damaligen direkten Kartenverkaufs bereits am Vorabend durch Anstellen belagert wurde. Man darf dabei nicht vergessen, dass es sich um kalte Winternächte handelte, deren durch manchen heißen Kaffee oder Tee, und manches „Con“-„Jäckelchen“  getrotzt wurden.

Glücklicherweise bestand bereits zu diesem Zeitpunkt, nämlich im Jahre 1993 (ebenfalls ist seit dieser Zeit der „Birker Wönk“ ein eingetragener Verein und somit in der Lage, Spenden gegen Ausgabe einer Spendenquittung entgegenzunehmen), jedoch schon die Möglichkeit, in das um viele Plätze größere Bürgerzentrum umzuziehen. Seit dieser Zeit werden die Karten nicht mehr direkt, sondern durch telefonische Vorbestellung  vergeben.  Dies bedeutete  zwar nicht  eine Garantie  auf

 

 

 

eine Karte, aber das närrische treue Publikum (auch mancher Mann hat sich eine Erkältung in den kalten Nächten geholt) bekam auf jeden Fall keine kalten Füße mehr.

An dieser Stelle darf darauf hingewiesen werden, dass der Birker Wönk seit Anbeginn des Straßenkarnevals der Neuzeit (1978) teilgenommen hat. Der erste „Karnevalszug“, angeführt vom Dreigestirn Helmut I. (Helmut Liebold), Bauer Charly (Charly Schlimper) und Jungfrau Petra (Peter Olbrück) bestand  aus nur einem Wagen, bei dem es sich um einen mit blauem Krepppapier umwickelten LKW handelte. Der Wönk nahm mit dem Dreigestirn auf der Ladefläche Platz und jubelte dem närrischen Volk (ca. 20 zufällig vorbeischlendernden Passanten) zu. Seit dieser Zeit, bei Wind und Wetter nehmen die Wiever des „Birker Wönks“ als Fußgruppe mit ständig neuem Motto und  bunten Kostümen am Birker Straßenkarneval teil.

Nach 25-jähriger  überaus erfolgreicher Tätigkeit übergab der „Mittelalterliche Wönk“  im Jahre 2000 das Zepter an den nun amtierenden „Jungen Wönk“ ab. Aber auch in der Ära der zweiten Generation des Birker Wönk stand im Vordergrund:

                    „De Proben waren immer et Schönste“.

 

….die Geschichte geht weiter

 

 

Wie schon vom „Alten Wönk“ zum „Mittelalterlichen Wönk“ wurde das Zepter nach 25 Jahren an eine neue Generation übergeben.

Um den mittlerweile gestiegenen Ansprüchen des Publikums gerecht zu werden ging man dazu über, aus dem „Elferrat“ einen erweiterten Elferrat zu machen, um die Vielzahl der Aufgaben zu bewältigen.

Um den “Jungen Wönk“ nicht komplett ins harte Karnevalsgeschäft zu stoßen, verblieben als „Alte Hasen“ Doris Fielenbach und Gaby Zuber vom mittelalterlichen Wönk weiterhin im Birker Elferrat.

Die Neuformation setzte sich aus folgenden Damen zusammen:

Angelika Brück

Doris Fielenbach

Sabrina Geiger (Sitzungspräsidentin)

Monika Hengstenberg

Heike Otto

Jacqueline Pabst

Brigitte Profenius

Janine Profenius

Angelika Schenkelberg

Heike Schlimbach

Klaudia Steimel

Simone Steimel

Gabi Thiehoff

Gaby Zuber.

Eine Auswechselung fand zwischenzeitlich durch den Abgang von Klaudia und Simone Steimel, Brigitte und Janine Profenius, Monika Hengstenberg und Doris Fielenbach und den Neuzugängen von Martina Vierheilig, Doro Axer, Heike Rössler, Anke Reger  statt.

Wie bei den beiden vorausgegangenen Generationen liegt es auch dem neuen Wönk sehr am Herzen, dorfcharakterlichen Karneval aufrecht zu erhalten und durchzuführen.

Obwohl schon Einiges sehr professionell aussieht, so ist doch Alles „home made“. Bereits Wochen und Monate vor einer jeden Sitzung wird sich regelmäßig getroffen, um ein Motto für die Sitzung zu finden. Dies gestaltet sich insofern als recht schwierig, da die Mottokostüme selbst von den Damen genäht werden und die Umsetzung der Ideen nicht einfach ist. Danach geht die eigentliche Arbeit erst richtig los.

 

 

 

Außer  dem mittlerweile erforderlich gewordenen großen Verwaltungs-aufwand, werden sich Gedanken über die Auswahl, Gestaltung und Ausstattung der selbst aufgeführten Sketche und  den bereits traditions-gemäßen Elferratstanz gemacht, der wie schon seit mehreren Jahren (richtigerweise schon Jahrzehnte) durch Norma Kreuzberger einstudiert wird.

Das bereits vom mittelalterlichen Wönk eingeführte aufgelockerte Bühnenbild wird selbst kreiert (hier sei angemerkt, dass das jetzige „Bild für Birk“ von Hawle auf eine Idee und Vorlage des mittelalterlichen Wönks zurückzuführen ist) und unter Mitwirkung der Männer des Elferrats erstellt.

Aber damit noch nicht genug.

Fremdkräfte werden auf so genannten Vorstellabenden ausgesucht und oftmals unter großem Verhandlungsgeschick auf die Bühne verpflichtet. Manch einer mag sagen, warum war „der“ oder „der“ nicht da? Hierzu sei gesagt, dass auch im Karneval der Euro zum „Teuro“ wurde. An dieser Stelle werden natürlich keine Beträge genannt, jedoch sind nicht nur die Gagen teilweise sehr hoch, sondern auch das Ganze drum und dran.

Dieses wiederum lässt erahnen, mit welch spitzer Feder gerechnet werden muss um sich eine Sitzung mit dem einen oder anderen „Kölner High-Light“ leisten zu können.

So musste nun überlegt werden, wo man Einsparungen vornehmen kann, ohne auf gewohnte Leistungen zu verzichten. Es stellte sich unter anderem heraus, dass der sonst im Eintrittspreis enthaltene Kaffee und Kuchen keinen Anklang mehr fand und zu  ca. 80% weggeschmissen werden musste. Dies konnte und wollte der „Junge Wönk“ nicht mehr mittragen.

Trotz einiger kleinerer Änderungen verzichtet der neue Elferrat nicht auf Althergebrachtes.

Deshalb gilt auch noch wie all die Jahre zuvor, der Tanz „unserer Männer“, einstudiert durch Birgit Stump aus Neunkirchen, als eine „Augenweide“ für die jecken Frauen im Saal als „ersehnter und erwarteter“ Programmpunkt.  

Die bereits seit einigen Jahren verliehenen Orden, welche das Motto der Sitzung jeweils wiedergeben, werden von den Damen selbst entworfen und auch hergestellt. Es handelt sich somit bei jedem Stück um ein Unikat.  

In der Hoffnung, ihnen einen kleinen Einblick in die Arbeit für nur eine einzige Sitzung verschafft zu haben, möchten wir an dieser Stelle auf ihr Verständnis hoffen, wenn mal nicht Alles ganz so professionell wie im Kölner Karneval abläuft, was ja jedoch vielleicht unseren ganz speziellen Reiz ausmacht.

 

 

Nochmals sei darauf hingewiesen, dass trotz aller Arbeit und Müh der Leitspruch von Tinni Fielenbach:

                             „De Proben waren immer et Schönste“

auch für den „Jungen Wönk“ Bestand hat.

Für ihr immer wieder zahlreiches Erscheinen auf unseren Sitzungen bedankt sich der „Birker Wönk“ mit einem dreimal kräftigen:

                            

                                          „Birk Alaaf“.

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